Christoph Dill Aug 31, 2021 6:00:00 AM Lesezeit 1 Minute

Wie schaffen wir den Wandel gesellschaftlich – und ökonomisch?

Das Auto, von manchem Fan als „mobiles Ich“ bezeichnet, betrachteten viele Menschen lange Zeit als Statussymbol. Eines (oder mehrere, je nach Größe des Geldbeutels) zu besitzen, galt als das Versprechen für privates Glück, Freiheit, Flexibilität und Unabhängigkeit. Ohne Fahrplan, spontan, individuell und autonom unterwegs zu sein, gehörte für viele Autofahrer zum Selbstverständnis. Das Blatt hat sich gewendet.  

Staus und Pendlerverkehr werden zunehmend als belastend empfunden, für viele ist aus ökologischer Sicht außerdem der Verbrauch an Ressourcen zu hoch. In ersten Ansätzen sind Lebens- und Arbeitsformen erkennbar, die das entfernungstechnische Problem der langen Hinfahrt zum Arbeitsort und die Rückfahrt zum Wohnort auf eine andere Weise zu lösen beabsichtigen.  

Fakt ist: Alternative Antriebe, hochautomatisierte Assistenzsysteme, gar autonomes Fahren bieten gute Aussichten auf eine „neue Beweglichkeit“, die auch ökonomisch nachhaltig ist. So spart autonomes Fahren den Fahrer im Taxi oder im Bus (den größten Kostenfaktor). Auch alles, was geshared werden kann, wird billiger und nachhaltiger, da weniger Ressourcen benötigt werden.  

Mobilitäts-Flats und All-Access Mobility   

Die Stadt Mannheim macht es vor: Im neuen Viertel Benjamin Franklin können alle Bewohner eine Mobilitäts-Flatrate buchen. Als „Versuchs-Konzept mit Vorzeigeanspruch“ sei es derzeit zwar ein noch zögerlicher Ansatz, konsequent weiterentwickelt jedoch sehr interessant. Gerade wenn es um stichhaltige Argumente geht, warum auf das eigene Auto verzichtet werden kann. 

Die so genannte „FRANKLIN Flat“ bietet für 39 Euro pro Monat 16 h/Monat die kostenfreie Nutzung der E-Autos im Quartier, danach zu einem vergünstigten Preis. Sollte der Fall eintreten, dass die Fahrzeuge einmal komplett ausgebucht sein sollten, können die Bewohner auf einen E-Auto-Quartiersfuhrpark zurückgreifen. Außerdem schließt die Flat die Möglichkeit ein, 12 Stunden pro Jahr E-Lastenräder zu nutzen. Eine Mobilitäts-App erleichtert die Buchung und Abrechnung. Künftig, so ist geplant, soll noch die freie Nutzung eines autonom fahrenden Shuttle-Busses hinzukommen.  

Neue Geschäftsmodelle setzen auf Mobilitäts-Flats und All-Access Mobility, auf einen unbeschränkten Zugang zu zahlreichen Mobilitätsangeboten. Die Frage lautet: Ist unsere Gesellschaft diesem schnellen Wandel gewachsen? Melden Sie sich hier an, um ein Whitepaper zu erhalten, dass neben dieser Frage noch sieben andere essentielle Fragen beantwortet.

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